14.11.18

Arbeitsnotizen, Tagebuch

Morgen, morgen mach ich weiter Schluß jetzt!

9.11.18

Mit dem Bleistift unterwegs sein.

Die Christa sagt:" Warst du heute schon wieder in Liedberg?"
"Ja."
"Du hast doch gar kein Auto. Wie kommst du denn dahin?"
"Mit nem Bleistift."
"Heißt das, du denkst dir das alles nur aus?"
"Ja sicher."
"Super."
Ich liebe meine Frau. 

7.11.18

In Liedberg

Zuerst bin ich da draußen in dem schönen, kleinen, alten Dorf auf dem Berg gesessen, habe mir extra Hilfsgeräte gebaut, um Perspektive und Proportionen exakt zu bestimmen und so die sogenannte Wirklichkeit exakt abzubilden, die Zeichnung war dann auch richtig , aber mehr auch nicht und ich habe mich geärgert und gefragt: wie denn?, und habe es nicht rausgekriegt und erst zu Hause wieder, habe ich mich hingesetzt und habe das Gesehene aus der Erinnerung nochmal gezeichnet, und da wurde es auf einmal stimmig. Merk dir das mal, Klaus!

4.11.18

Arbeitsnotiz, Tagebuch, Merk-würdiges.

Arbeitsnotiz: Ich will ein Buch machen. Ein Pop Up Buch. Ein großes. Ein Märchenbuch. Welches Märchen? Weiß ich noch nicht. Ich muss mehr lesen, Märchen lesen. Auf jeden Fall soll ein Schloss vorkommen. Und ein Wald: "Und als er 3 Wochen durch einen dunklen Wald gewandert war, kam er an ein Schloss, wo seit vielen Jahren niemand gewohnt hatte." 
So ein Satz sollte in dem Märchen vorkommen. Wie sieht das Schloss aus? Ich weiß es noch nicht. Gut so. Eigentlich arbeite ich schnell. Ich zeichne schnell. Was passiert, wenn ich mir mehr Zeit lasse? Du sollst Zeit haben! Nochmal: Wie sieht ein Schloss aus? Ich lerne seit ein paar Tagen neue Pop Up Techniken. Es gibt tolle Tutorials auf youtube. Eigentlich wüsste ich schon wies geht. Aber mach langsam! Lerne was Neues! Gehe Umwege. Die Pop Up Technik ist das eine. Wie sehen die Fenster aus? Die Türen? Welche Dachformen haben Türme? Die Mauer um das Schloß? Eine halbe von zu Haus, mit dem Auto,  gibt es ein Schloss, mit einem alten Dorf, Fachwerkhäuser, Bauerngärten, Wald drumherum. Fahre da hin! Zeichne da! Ich meine darum geht es doch beim Zeichnen: Die Welt entdecken, erforschen, sie kennenlernen, entdecken, wahrnehmen!  Wie wird ein Fachwerkhaus konstruiert? Ich meine, ich muss aufpassen, dass ich mich nicht verzettele, verlaufe, aber im Moment machen mir die Umwege, das Zeit haben viel Freude.

27.10.18

Stockrosen und Sonnenhüte

Auf dem Markt die ersten Christrosen gekauft. Die sind noch ein bisschen klein. Werden die noch größer? Ja sicher, sagt die Marktfrau. 
Nächste Woche werden wir im Kindergarten Frühlingsblumenzwiebeln stecken. Aber zuerst werden wir forschen und experimentieren, was das ist eine Zwiebel: Küchenzwiebeln schneiden, Silberzwiebeln essen und Röstzwiebeln. Dann die Blumenzwiebeln: Puschkinien, Buschwindröschen, Traubenhyazinthen und Elfenkrokusse. Und Schneeglöckchen und kleine Irise. Und dann werden wir die Blumen zeichnen. Aber auch die Vögel, Marienkäfer, Regenwürmer und die Spinnen, die jetzt im Garten zu finden sind. Alles was dazu gehört.

20.10.18

Bäume und Häuser

Vielleicht kann man die Bäume auch nur zeichnen, wenn man die Häuser dazu stellt. Oder dahinter. Sowie man den schwarzen Bleistiftstrich nur auf weißem Papier sieht. Sowie man das Eine nur zusammen mit dem Anderen richtig sieht. Was ist das Gegenteil von einem Baum? Sind es die viel zu vielen Verkehrsschilder? Bin ich es vielleicht selber?

19.10.18

親愛なる葛飾北斎、今朝訪問していただきありがとうございます。

Mir fiel beim Zeichnen Hokusai ein, der gesagt haben soll, dass alles, was er vor seinem 70. Lebensjahr gemacht hat, nicht der Rede wert sei und erst danach habe er etwas über das wahre Wesen der Dinge verstanden, und mit 110 hätte jeder Strich, oder jeder Punkt ein eigenes Leben. Leider ist er nicht so alt geworden. Ich habe mir also vorgenommen, ab jetzt jeden Tag einen Baum zu zeichnen. Wie lange zeichne ich schon Bäume?! Aber immer noch nicht erfasse ich das wahre Wesen der Bäume. Das ist doch auch eine schöne Aufgabe: Jeden Tag einen Baum zeichnen! Nicht heute Bäume, morgen Kindergarten Pop up Bücher, dann wieder treppauf, treppab im Haus unterwegs, dann Häuser, dann ich weiß nicht was. Schluss mit der Verzettelung! Das habe mir heute morgen beim Zeichnen, als mir Hokusai eingefallen ist vorgenommen. Mal sehen, wie ich mir heute Nachmittag mein weiteres Leben vorstelle.

17.10.18

Pop up, Kindergarten, Gedichte

Ich habe vergessen dazu zu schreiben, wer die Gedichte geschrieben hat. Die Schnecke im Winter hat Josef Guggenmos geschrieben. ABC, die Katze lief im Schnee ist, so glaube ich, überliefert, oder? Die beiden Gedichte hatten die Kinder am liebsten. Und wer mein Lieblingsgedicht geschrieben hat, finde ich nicht mehr raus:
Könnte das nicht möglich sein?
Es ließe sich doch denken.
Einer kommt zur Tür herein
und will mir etwas schenken.