4.12.16

Christrosen

Die Christrosen lassen bei Frost die Köpfe hängen und dann denke ich, das wars, aus, vorbei, schade, und wenn es dann ein bisschen wärmer wird, stehen sie wieder mutig, aufrecht da und sind so schön wie immer.

28.11.16

In der Nacht hat es gefroren. Zum ersten Mal in diesem Winter. Der Raureif zeichnet die Blätter mit einem weißen Stift.


Alle Jahre wieder...

Alle Jahre wieder, drucke ich in der Weihnachtszeit Postkarten mit Kindern. In der Schule oder im Kindergarten. Dieses Jahr in der Villa Sonnenschein. Zuerst kritzeln wir ganz viel auf Papier, überlegen, was denn auf so einer Karte mal zu sehen sein könnte. Und dann ritzen wir es in diese Polystyrolplatten, walzen Farbe drüber, drucken es und lassen die Karten trocknen. Die Kinder haben von zu Hause Adressen mitgebracht von Freunden und Verwandten, die sie vielleicht über Weihnachten gar nicht sehen werden und Briefmarken haben sie mitgebracht und dann setze ich mich mit jedem Kind mit Keksen und Kakao in eine stille Ecke und wir überlegen, wer das ist, dem wir da schreiben können, erzählen uns was und dann schreiben wir auf die Karten was drauf. Und dann gehen wir zur Post und verschicken die Karten. Alle Jahre wieder. Am Mittwoch bin ich in der Villa und weil ich immer vorher ausprobiere, was ich mit den Kindern mache, obwohl...eigentlich habe ich das so oft schon gemacht, eigentlich könnte man mich nachts wecken und es ginge sofort los, aber es macht mir viel Spaß, das selbst vorher auch noch mal zu machen. Zeichnen wie ein Kind, wieder einmal ein Kind werden.
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26.11.16

Was jetzt?

Ich lese ja auch die Nachrichten. Im Internet. Richtige Nachrichten. Ein neuer Präsident in Amerika, deutsche Firmen freuen sich auf mehr Umsatz, belgische Atomkraftwerke sind nicht sicher, aber wir haben ausreichend Jodtabletten gebunkert, Irgendjemand verprügelt Irgendjemand, schlägt ihn tot und weiß nicht warum er das getan hat, ganze Städte werden zerbombt, tausende Menschen sterben, keiner will es gewesen sein, manchmal klebe ich an solchen Nachrichten fest und komme davon schwer wieder los, halte allein für mich eine leidenschaftliche Gegenrede, gegen all diesen Wahnsinn und merke das nutzt ja nix, das tut mir nicht gut. Höre auf damit, mache was anderes! Was denn? Was kann man tun?  Und dann gehe ich weit weg,  nach draussen oder bleibe zu Hause und komme trotzdem woanders hin, ins Freie, suche was Sinn macht, komme wieder bei meinen Bleistiften und etwas Papier an, zeichne das was vor mir liegt, ein paar kleine Sachen aus meiner Tekendoos und morgen male ich mit den Kindergartenkindern ein neues großes Bild. In meiner Bleistiftkiste liegen drei kleine alte Elektroschalter, aus irgendeinem Spielzeug ausgebaut und Holzschrauben, Bleistifte, Buntstifte, zu klein um sie nochmal anzuspitzen, trotzdem aufheben!, eine ganze Dose mit Anspitzmüll, ein paar geheimnisvolle Sachen, keine Ahnung was das ist, kann man denn mit solchen Sachen die Welt verändern? 

25.11.16

KinderGartenBilder

Wir haben nochmal ein großes Bild gemalt. 120 mal 160. Die Sonne schien durch die Sträucher ins Zimmer, eine Stunde haben 6 Kinder an dem Bild gemalt, was für eine schöne, lustige Stimmung, alle hatten gute Laune. Das Malspiel ging so: Keiner darf über was anderes drüber malen. Is ja klar. Erst alles mit dünnen Pinseln vorzeichnen, dann erst ausmalen. Ein Gartenbild soll es werden, alles was in einem Garten ist oder was wir uns wünschen, was mal im Garten sein sollte. Eine Ausstellung schaffen wir vor Weihnachten aber nicht mehr, erst im neuen Jahr.

24.11.16

Stadtlandschaft

Acrylfarbe und Bleistift, Sgraffito  auf Landwand, 60 mal 80cm