20.10.17

Zeichnen!

Jetzt habe ich ein paar Tage gemalt. Wie gesagt, 4 große Leinwände. Die Bilder sind auch nicht schlecht. Hier zu Hause gefallen sie allen. Mir nicht. Irgendetwas stimmt mit den Bildern nicht. Man malt ja nicht, wenn man das ernsthaft meint, malt man ja nicht um ein Bild zu malen, sondern um rauszufinden , wer man eigentlich ist und wenn ich diese Bilder ansehe, frage ich mich: wer hat die eigentlich gemalt? Ich nicht! Vielleicht grundiere ich die Leinwände noch mal neu und schenke sie den Kindern in meinem Kindergarten, die können solche Formate malen. Ja, das könnte es sein, 1,20 mal 1,20 ist einfach nicht mein Format. Bleistift und Papier, A 4, A5, und raus in den Garten oder treppauf, treppab durchs Haus, durch die Stadt, aufs freie Land, zeichnen! In dem Beet vor der Gartentür blüht schon die erste Christrose!

6.10.17

Ich bin woanders

Den fünften Tag male ich jetzt an diesem Bild. Fünf Vormittage, nach 3-4 Stunden geht nichts mehr, zu anstrengend. Am ersten Tag war ich erschrocken, wie wenig fertig ist, die Vorzeichnung und ein paar Flecken, mehr nicht?  Den zweiten Tag ging es auch noch langsam, ein Achtel war vielleicht fertig . Am dritten Tag hatte ich Zeit, hatte nicht mehr den Gedanken, wann biste damit denn mal fertig , sondern habe nur noch gemalt, getagträumt. Am 4. Tag habe ich absichtlich langsam gemacht, bin zwischendurch im Garten gewesen, habe dem Wind zugehört und die Meisen gefüttert, habe mich um das Haus gekümmert, habe draußen zum Ersten mal in diesem Jahr Laub gefegt, heute am fünften Tag, habe ich vor der Zeit aufgehört, dann kann ich nächste Woche weiter arbeiten und vielleicht werde ich dann noch langsamer, glücklicher und abwesender.

5.10.17

Noch ein Malspiel

Noch mal ein Kinderbild, aus dem Kindergarten, ein Malspiel, drei bis 4 Kinder an der Leinwand, 1,90 x 1,90m, wenn die keine Lust mehr haben, kommt eine andere Gruppe, die warten meistens schon im Hintergrund, Regeln: Keiner darf über was drüber malen was ein anderer gemalt hat, aber auch nicht was er selber gemalt hat, die Farben dürfen nicht gemischt werden, vorzeichnen mit einem dicken Aquarellstift, alles was hier im Kindergarten gibt, und dann mit Farbe, Acrylfarbe, Malkittel anziehen!,  ausmalen. Die Kinder verstehen das sofort und ich sitze dann im Hintergrund und schaue zu, wie die Kinder das machen oder ich plaudere mit der nächsten Wartegruppe über das Leben und die ganze Welt. Ich habe was vergessen, Leinwand 1,90 mal 1,90, wenn die Kinder ganz oben malen, dann stelle ich einen Tisch davor und da klettern die Maler drauf. Voll cool, sagen die Kinder. Stimmt. 

28.9.17

Im Herbst beginnt der Frühling

Heute regnet es. Herbstregenwetter. Ich habe die Blütenstände von den Sonnenhüten abgeschnitten, die sollen jetzt drinnen auf der Fensterbank trocknen, mit Gartenerde, Blumenerde, Sand vermischt kann ich den Samen dann aussäen. Jede Menge neue Sonnenhüte, Rudbeckia, im nächsten Jahr. Vielleicht in Töpfe säen? Vielleicht auch mit den Kindern im Kindergarten? Nachdem wir die Blumenzwiebeln gesteckt haben? Wenn dann der Frühling kommt! Das wird schön! Aber wir müssen es jetzt machen!

27.9.17

Liebe Kinderinsel

Liebe Kinderinsel, das müssen wir noch mal machen. Das haben wir 2015 im Herbst gemacht. Wie wärs? Ich bestelle noch mal Blumenzwiebel, schöne, wilde Bumen, Elfenkrokusse, Balkan Anemonen, Puschkinien, kleine Traubenhyazinthen, kuckt euch das mal:


http://klausvonmirbach.blogspot.de/2015/10/eine-viertelstunde-fruhling-ist.html

Und hier:

http://klausvonmirbach.blogspot.de/2015/10/puschkinie-balkan-windroschen.html 






Am M










21.9.17

Ein Garten

Die Krokusse, die kleinen Tulpen und Hyazinthen blühen im Frühjahr, im Winter blühen die Lenz- und Christrosen, der Rosenstrauch im Sommer, ich weiß das! Und warum vergisst du es immer wieder? Neben den edlen Rosen blüht jetzt, ja was denn, keine Ahnung, ich will es auch gar nicht wissen, etwas mit weißen Zungenblüten und gelber Mitte, wie Bienen schweben die Blüten über dem Gras, und mit den Gänseblümchen in der Wiese bin ich zutiefst einverstanden, aber beim Graben habe ich gesehen, dass die Wurzeln von dem dicken Strauch, der allem Anderen das Licht genommen hat  und der deshalb weg musste, was für eine Arbeit!, dass die Wurzeln noch immer da sind, die Pfingstrosen habe ich zurückgeschnitten und im nächsten Frühjahr sehe ich sie wieder, da bin ich mir sicher, aber dann gibt es Pflanzen, ich weiß nicht, vielleicht kommen die nie wieder, sind weg für immer, und dafür kommt was anderes, womit ich nie gerechnet habe, etwas, was ich auch gar nicht gewollt habe passiert,  der Garten ist lebendig,  und dann verwelkt etwas und sieht auch verwelkt sehr schön aus, wunderschön, herrliche Farben, wenn man sich das anschaut, der Plan, den ich mal hatte, wie der Garten aussehen soll, ist nicht mehr zu sehen, alles ist anders geworden, mehr Unkraut und mehr Kostbarkeiten, ich habe den Plan auch schon längst weggeworfen, der Garten macht jetzt mehr als ich den Plan, die Ordnung und ich bin auch mit der Unordnung einverstanden,  und jetzt merke ich plötzlich, dass ich gar nicht vom Garten erzähle sondern von mir selbst.


15.9.17

Wirklichkeitstraum

Heute morgen fange ich an ein Bild zu malen, besser gesagt ein Bild zu suchen, laß dich vom Bild überraschen, lasse Zufälle zu, und dann sehe plötzlich, dass es wieder ein Garten ist, ich male wieder ein Gartenbild und dann mache ich eine Pause und weil es aufgehört hat zu regnen gehe ich in den Garten, in meinen kleinen Garten, Herbstgarten in den letzten Tagen geworden, und obwohl unser Garten ganz anders aussieht, sieht er genauso aus wie auf meinem Bild. Ja, ich weiß, das kann man so nicht sagen, aber genau so war es.

13.9.17

Geburtstagsbild Kinderinsel



Wind

Mir gefällt der Wind ja, aber die japanischen Anemonen stehen jetzt im Flur auf der Fensterbank.

9.9.17

Skizzenbuch: Neues Malspiel.

Malspiel: Die Kinder zeichnen Nachrichten. Das was sie im Fernsehen gesehen haben: Amerika droht Nordkorea mit Krieg und Nordkorea droht Amerika mit Krieg. Oder was in der Zeitung steht: Fahrradunfall in der Nähe des Stadtweihers. Mann bricht sich beide Arme. Oder wir zeichnen schreiben ne Zeitung mit Nachrichten aus dem Kindergarten: Heute morgen hat der Frieder mit einem großen Stein geworfen und den Andi getroffen. Oder die Susi ist in den Alexander verliebt, aber der Alexander liebt nur die Franzi. (Alle Namen von der Redaktion geändert). Mal sehen, vielleicht machen wir das mal.