28.5.16

Beware of darkness 3.

Beware of darkness gibt es nicht mehr. Meine Güte, ich habe hundertmal angefangen, hin- und weggemalt, es wurde kein Bild draus. Also, neu grundieren, weg mit der Idee. Und dann habe ich mir meine Pauline (10) zur Hilfe geholt und an zwei halben Tagen haben wir zusammen für Christa ein Geburtstagsbild gemalt. Sehr lustig war es. Und einfach. Jeder das was ihm einfällt. Ohne Zensur. Vielleicht sollte ich nur noch mit der Pauline malen. Jedenfalls mach ich nicht mehr so große Formate. Überhaupt, das Schlimmste an der Malerei ist doch das Aufräumen und Saubermachen hinterher. Schlimm. Als Zeichner komme ich mit Papier und Bleistift aus. Aber so große bunte Bilder machen natürlich beim Betrachter mehr Eindruck als so kleine Papierzeichnungen. Also was tun? Beware of darkness!

17.5.16

Pusteblumen im Garten

Gartenbild von Pauline (10) Man beachte den Gesichtsausdruck der Pusteblume. Genial. Warum fällt mir so was nicht ein?

Frühlingsferienlager

Jetzt war ich eine Woche im Kindergarten. Frühlingsferienlager, eine ganze Woche alle! draußen im Garten, Feuer, Malspiele, Stockbrot, Lagerfeuerkartoffeln, Musik, Lieder, Blumen pflanzen, Brot backen, meine Güte war das schön. Mit nur Sonne. Und am Samstag war es dann wieder weg, das schöne Wetter. Auch meine gute Laune. So ises eben, Klaus! Nach so was Schönes fällt man eben immer wieder in den Mustopf. Zeichnen! Geht nicht! Versuche! Na gut. Mehr is nich.

8.5.16

Beware of Darkness 2

Heute zwei Schritte weitergekommen. Morgen gehts wieder drei zurück und so geht es langsam vorwärts. Morgen geht sowieso nicht, eine ganze Woche gehe ich in den Kindergartengarten. Ich freue mich. Das Wetter wird schön. Heute morgen, 7 Uhr 30 sind vier Meisenbabys aus dem Nistkasten geflogen. Was für eine Aufregung! Eins konnte noch nicht so richtig fliegen und ist zwischen den Vergissmeinnicht gelandet. Ich habe aufgepasst, dass die Katze nicht kommt. Die ist sowieso schon zu dick.
Noch was:  Die ganzen Rosensträucher im Vorgarten, voller Blattläuse! Schlimm! Wo kommen die alle her?

7.5.16

Haus Waldfrieden. Eine Waldgaststätte am Ende eines langen Waldweges. Seit zwei, drei Jahren geschlossen. Aufgegeben. Verlassen. Ich fahre da gerne mit dem Fahrrad vorbei und mache  unterwegs eine kleine Pause. Das Wohnhaus neben der Gaststätte ist auch verlassen. Und gestern, der Weg in den Garten fast zugewachsen mit Vergissmeinnicht. Hahnenfüsse kommen jetzt dazu, Blau und Gelb und viel neues Grün und irgendwie gefällt mir dieser alte verlassene Garten, die Stimmung, Atmosphäre, mit dem Haus und wäre nicht so ein Garten ein Vorbild, ein Wegweiser für eine gelungene Gartengestaltung? Viele solche Gärten sehe ich unterwegs, mache Hirnfotos und phantasiere damit weiter.

Im Garten zeichnen

5.5.16

Frühlingsferienlager

Nächste Woche machen wir auf der Kinderinsel ein Frühlingsferienlager. Eine Woche nur draußen im Garten. Durch einen versteckten Seiteneingang, vorbei an den gepflanzten Kartoffeln, den Johnnisbeeren, die bald reif sind, den Frühlingszwiebelblumen, die noch immer blühen, vorbei an der Weidentunnelhütte, die tatsächlich grün wird,  und dann weiter, um ein paar Ecken rum, ein großes Lagerfeuer, Frühstück im Freien, Singen mit Gitarre, Spiele, Bilder malen, Riesenseifenblasen, Vorlesen in der Gartenholzhütte, hoffentlich einmal bei Regen ein bißchen nass werden, und noch viel mehr könnten wir machen. Könnten. Nicht müssen. Wir könnten uns auch einfach auf die Wiese legen und den Wolken zukucken. Aber nächste Woche wird es keine Wolken geben. Nur blauen Himmel. Hoffentlich. 

3.5.16

Beware of Darkness

Seit ein paar Tagen zeichne ich ein großes Bild. Morgens, wenn alle aus dem Haus sind fange ich an. Vier bis Fünf Stunden. Zuerst eine Art Körpertraining, am Ort ankommen, da sein, spüren, sehen, riechen. Körpertraining um zu zeichnen? Ja sicher! Dann das Atelier aufbauen. Das Wohnzimmer ist zu klein für so ein Format. Trotzdem. Deshalb bin ich auch Zeichner geworden, da reicht ein Rucksack und eine Bank unterwegs als Atelier. Heute merke ich, wie gut mir das tut, jeden Morgen das Gleiche zu tun, langsam zu werden, das Bild sorgfältig zu arbeiten, jeden Tag einen kleinen Schritt weiter. Wenn die Lieben nach Hause kommen ist das Atelier wieder ein Wohnzimmer, das Bild hängt an der Wand und sie kucken dann immer, was hat er denn heute wieder dazugemalt. Bin ich auch auf dem Bild? Ja, da! Und wer ist das?
Jeden Morgen sehe ich auch, das was ich gestern stimmig fand, ist heute ein Fehler. Drei Schritte vor zwei zurück. Wie geht die Geschichte weiter? Ein Bild ist ein Buch mit nur einer Seite. Und  ich habe mich noch nicht einmal gefragt, wann bist du denn damit fertig, so friedlich bin ich geworden. 
Am dritten Tag habe ich mit Musik gearbeitet und als Georg Harrison Beware of Darkness gesungen hat, wußte ich einen Bildtitel und habe den ganz oben hingemalt. 
Heute draußen im Garten: Blauer Himmel, weiße Wolken, Wind, Frühlingsbäume rauschen.  Danke.  

1.5.16

Skizzenbuch

Ich kann ja lange in den Himmel kucken, die Wolken ziehen vorbei und irgendwann sehe ich dann die merkwürdigsten Leute am Himmel. Ich zeichne dann nicht mehr die Wolken, sondern das was ich darin gesehen habe. Wenn man einmal damit anfängt, hört so ein Sehen nicht bei den Wolken auf. Mauern, Bäume, Kaiserschmarren, Gemüsesuppen, Heckenpflanzen sehen plötzlich verzaubert aus. Ich muss mir das dann nicht vornehmen, es passiert ohne mein Dazutun. Manchmal zwanghaft. Und manchmal sehe ich dann Dinge, die eine wirkliche, eine genaue Form haben, die sehe ich dann auch falsch. Und das alles ist eine unendlich schöne, wunderbare Schatzkiste für einen Zeichner und sein Skizzenbuch.