27.8.12

Über die Dörfer

Heute morgen hat Christa uns mit dem Auto an die Schule gefahren, auf den großen Parkplatz, von da aus geht man 5 Minuten durch den kleinen Park und schon ist man an der Schule. Ganz allein geht Pauline in ihre Klasse. Bravo. Die ist mutiger als ich. Unterricht bis 13.20. Die letzten beiden Stunden Sport. Was jetzt? Ich habe noch keinen Rhythmus, keinen Plan am dritten Schultag, wie geht es denn jetzt weiter? In die Stadt bin ich gegangen, hab was eingekauft, dann kam der Bus zurück in unser Dorf nicht, d.h. er kam erst wieder in 20 Minuten, ist mir vor der Nase weggefahren, und außerdem ist unser Dorf gar kein Dorf, der Stadtteil liegt nur ein bisschen ausserhalb, aber ich würde mir wünschen, dass es ein Dorf ist, weil ein Dorf ist übersichtlicher, aber wenn ich jetzt zu Fuss nach Hause gehe, kann ich meinen Weg so gehen, dass die Gegend wenigstens ein bisschen wie ein Dorf aussieht, dann gehe ich ungefähr eine Stunde. Im Rucksack habe ich dabei, auch wenn ich gar nicht vorhabe es zu benutzen, mein Zeichenbuch: Ein paar lose Blätter, zu Folios gefalzt, zwischen zwei passenden Deckeln Graupappe, mit zwei Gummiringen zusammengehalten. Und eine Blechkiste mit Bleistiften, Anspitzer und Radiergummi. Die Radiergummis brauch ich eigentlich nicht mehr. Seit ein paar Wochen schon  zeichne ich so, dass nicht mehr radiert wird. Und nur noch mit Bleistift. Einfacher ist besser. Wenn ich diese Sachen mit mir habe, dann fühle ich mich sicherer, irgendwie vielleicht auch mutiger. Wieso das denn?! Ja, schwer zu erklären.

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