15.5.13

Hören und Arbeiten

Eine Gartenmeditationsübung: Mache alles, was du eh machen wolltest, räume auf, jäte Unkraut, giesse die Blumen, mähe den Rasen, ach egal, was auch immer, tue es und höre bei der Arbeit. Nur Hören und Arbeiten. Dich, wie du arbeitest, deinen Atem, deine Fussschritte auf dem Rasen, auf der Holzterrasse, die Kirchenglocken, die Vögel, die dich besuchen kommen und mit dir schimpfen, weil sie meinen , eigentlich gehört der Garten ja ihnen, alles hören. Hören und Arbeiten. Vielleicht 15 Minuten lang. Wie du ein Hörspiel im Radio hören würdest. 
Gelingt mir fast nie. Nach ein paar Minuten schon fange ich an zu nachzudenken. Über Gott und die Welt, das Leben, die Kunst, übers Einkaufen, von hier nach da, manchmal fängt ein Denkdrehkarusell an sich zu drehen, immer im Kreis, immer wieder derselbe Gedanke. Warum fällt es mir so schwer einfach meine Arbeit zu tun und nur zu hören? Aber Klaus, das ist schon wieder nur ein Gedanke. Ja, was kann man da machen?! Wie kann man denn mit dem Denken aufhören? Klaus, das ist auch nur ein Gedanke. Auf-hören= nach oben hören. Achtsamkeit heißt Achtsamkeit.

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