24.5.13

Im Garten

Ein Herbarium machen. Die Blumen draussen im Garten pflücken. Dann pressen. Aber nicht die ganze Pflanze auf ein Papier legen und viele dicke Bücher drauf. Blüten, Blätter und Stengel pressen sich zu einem formlosen, gestaltlosen Fleck. Vielmehr: die Pflanze zurechtrücken, zuschneiden. Was erzählt was über diese Pflanze? Was sind die wesentlichen Formen? Wie ist sie nach dem Pressen noch sichtbar? Und weil das die gleichen Überlegungen sind wie beim Zeichnen, hat mein Herbarium machen auch mein Zeichnen verändert, bereichert. 
Ein Zitat von Gerhard Gollwitzer, aus: Freude durch Zeichnen, Seite 54: "Um aber Gräser und Blumen recht zeichnen zu können, muß man in der Wiese liegen und den Gräserwald über sich schwanken sehen, muß die Wiese und die Erde riechen und die Sonne spüren. Schaue die Blumen an, bis sie dich anschauen. "Die Liebe ist alles in der Kunst. Ohne Liebe kann man nichts malen, man kann keinen Grashalm malen, wenn man ihn nicht liebt", sagte der Maler Max Liebermann." Zitat Ende.

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