21.10.13

Ab ungefähr jetzt....

...... steht mein Fahrrad wieder im Keller rum. Wie jedes Jahr. Erst im Frühling brauche ich es  wieder. Im Herbst und im Winter erledige ich die meisten Sachen zu Fuß und mit dem Bus. Wenn meine Liebste mir nicht das Auto überlassen kann. Wenn ich die Pauline von der Schule abholen muß, fahre ich gerne viel zu früh los, schaue mir die Stadt, die Leute, Häuser und Autos an, habe mein Skizzenbuch dabei, suche einen Sitzplatz nebendran, versuche mich unsichtbar zu machen und zeichne, vertrödele so ein paar Stunden, laufe ohne Plan, meistens in einem weiten, geräumigen Kreis. So zu zeichnen ist mir eine Notwendigkeit geworden, obwohl es ohne jeden Auftrag, ohne jede finanzielle Aussicht passiert. Manchmal denke ich ein bisschen ängstlich, dass ich so meine Zeit vertue, hat vielleicht was damit zu tun, dass ich älter werde. Aber dann muss ich lachen, weil ich mich genau erinnere, wie ich schon als Jugendlicher und auch noch danach, während des Studium so durch die Gegend gezogen bin. Doris Dörrie hat mal gesagt, die meisten Leute hätten Angst vor dem Älterwerden, weil sie denken, dann würde man ein anderer Mensch. Stimmt nicht, sagt Doris Dörrie, man bleibt immer so wie man mit 17 war. So ises.

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