2.10.13

ゴムバンド書籍= Gummi Band Bücher

Auf dem Bild hier drüber 5 japanische Schriftzeichen. Aus einem japanischen Blog, von mir groß ausgedruckt. Den Kindern in der Villa Sonnenschein habe ich gesagt, ich wüßte, was die Zeichen bedeuten und wollte mal sehen, ob sie sich die auch merken können. Natürlich kann ich kein japanisch. Ich habe fünf einfache Worte ausgesucht und sie den Zeichen zugeordnet: Brot, Mädchen, Haus, Garten, Apfel. Ich habe den Kindern die Zeichen gezeigt: Merkt euch die gut und was es bedeutet. Alle Kinder wußten unmittelbar danach, was die Zeichen bedeuten. Und jetzt kommt es, sie wußten es auch noch nach 15 Minuten, nach einer halben Stunde und nach einer ganzen Stunde. Wir sind die die Gruppenräume gegangen und haben das den Erzieherinnen vorgemacht, die waren total verblüfft: Könnt ihr jetzt japanisch? Ich habe diese Geschichte auf einer CD von Donata Elschenbroich gesehen: Ins Schreiben hinein. Kinder auf dem Weg zu Schrift und Zeichen, Dokumentarfilm, 2001. Wie machen die Kinder das? Uns Erwachsenen ist das nicht so gut gelungen. Was passiert da? Ich weiß es nicht, ich will es auch gar nicht wissen,   ich will bei so was nur staunen und mich wundern, wie viel die Kinder können, wie leicht sie etwas lernen, und dass wir Erwachsene das oft unterschätzen und meinen, das Lernen müsse immer mit einer mühsamen Anstrengung verbunden sein. Ich meine, die Kinder sollen ja jetzt nicht japanisch lernen, aber das ist schon eine tolle Sprache, oder? Ja und dann, und dann haben wir heute an unseren Rubber Band Books weitergearbeitet.

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