29.10.13

Traum Zeichnungen

Im Frühjahr habe ich mich mit diesem surrealistischen Spiel "Le cadavre exquise" beschäftigt. Dann habe ich Wolken gezeichnet, vielmehr, dass was ich in diese Wolken hinein gesehen habe. Genauso: Mauern, Kaffee- und Farbflecken, Bäume und Büsche, Holzmaserungen. Welche Methoden unbewußt zu zeichnen gibt es noch? Wie können Zeichnungen entstehen, die mich selber überraschen, die sich selbst gezeichnet haben? Wie kann ich  mit offenen Augen träumen? Die Zeichnungen  der letzten Tage, hier im Skizzenbuch sind so entstanden: Horizontale Dreiteilung der Fläche: Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund. Blättern in Büchern. Eigene und online Bücher. In Unibibliotheken. Gerne alte Illustrationen. Schnell blättern, schnelle Blicke, eine Figur fällt mir auf, gibt den Impuls zum zeichnen, ich scribble die Bewegung der Figur in einfachsten Formen aufs Papier,   kein Kopieren, kein genaues Abzeichnen, falsch zeichnen, schnell kritzeln, keine Korrekturen und sofort weiterblättern. Seiten weiter der nächste schnelle Blick, schnelles Aufzeichnen. Oft arbeite ich an mehreren Seiten im Skizzenbuch gleichzeitig. Nach den Figuren im Vordergrund und im Mittelgrund auf gleiche Art die Suche nach dem Hintergrund: Häuser, Bäume, gerne das Meer. Wenn eine Seite "fertig" ist, zeichne ich das Ganze, ohne die Vorlage noch mal anzusehen, genauer weiter, benutze alle Fehler und Zufälligkeiten beim Weiterzeichnen, träume mich in irgendeine Situation. Der innere Kritiker soll sich mal raushalten. Eigentlich habe ich noch immer keine Ergebnisse, ich suche immer noch. Die Suche macht mir viel Freude.

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