27.12.13

Liebste


drei häuser
aus holz hab ich
gebaut für dich 
in unserem garten

und weil ich weiß
wie sehr du das magst
hab ich zwei Sonnen
an den Himmel gepflanzt

22.12.13

Das Leben in einem Garten ist sehr schön!

Wie könnte es nach den Ferien weitergehen? Im Kindergarten, in der Schule, mit den Kindern? Ich weiß es nicht genau. Aber ich spüre sehr genau, es sollte was sein, was wir im Garten machen. Mehr will ich auch gar nicht wissen, will nur wissen: Im Garten. Der Garten sagt es mir dann, was wir machen. Ich muss mich bloß da hinsetzen und dann weiß ich es. Und die Kinder müssen dabei sein. 
Und manchmal sagt es mir ein Buch. Ein Buch so wie dieses: ATAK: DER GARTEN. Das Buch erzählt davon, wie schön das Leben in einem Garten ist. Ich meine mehr muss ich doch nicht wissen. Ich glaube ich sollte neue Farben und Pinsel für uns kaufen.
 

Am Hauptbahnhof

20.12.13

Auf dem Schulhof! Gymnasium!

Ehrlich! Ich denk mir so was doch nicht aus! Ich will damit sagen, die neue Strumpfhosenmode ist echt so schön, dass selbst der Karl vom Lager fällt.

18.12.13

Villa Sonnenschein.


Heute haben wir unsere selbstgedruckten Linolschnitt-Weihnachtskarten, alle mit herzlichen Weihnachtsgrüßen drauf, in den Briefkasten geworfen. Die meisten bleiben in unserer Stadt, ein paar gehen nach Italien, nach Spanien, in die Türkei. Michaela musste noch ein Paket im Postamt aufgeben, nach Schottland. Nach Schrottland? Ne, nach Schottland! Da wo der ganze Müll liegt? Nach Schottland!! Ach so, nach Shopland. NEIN, NACH SCHOTTLAND! Dann sind wir noch an unserem Bauernhof vorbei, Grünkohl war im Angebot, lecker, wie macht man den eigentlich? und dann im Innenhof, an der hinteren Seite, eine Hundehöhle, sieht aus wie ein zu großer Kamin, und da drin der freundlichste, liebste, fröhlichste Hund der ganzen Welt. Bellt nicht, wenn man da rein kommt, freut sich, wedelt mit dem Schwanz, die Kinder dürfen ihn streicheln. Ein Labradorhund. 
Können Sie den denn nicht mal rauslassen?, haben wir die Bauersfrau gefragt. 
Wenn ich den jetzt rauslasse, sagt sie, dann will der mit euch spielen, und will dann mit euch mitgehen und außerdem mag der Butterbrote, der isst euch dann die ganzen Butterbrote weg. 
Aber wir haben doch gar keine Butterbrote dabei. Wir waren nur mal kurz bei der Post und haben unsere Weihnachtswünsche auf die Reise gebracht. 
Trotzdem. Der Hund darf immer nur in der Mittagszeit raus. 
Und wie heißt der Hund? (Bild ankucken!) Meine Güte, immer noch wünsche ich mir so sehr, ich wäre Professor an einer Hochschule, hätte zum Beispiel eine Professur für das Zeichnen mit Buntstiften oder so, also wenn das mal klappt, man weiß ja nie, dann würde ich diesen liebsten Hund als Assistenten mitnehmen, wo der schon mal so heißt.

17.12.13

Gestern

...schien die Sonne. Richtig warm wars draußen. Und hell. Da bin ich zu Fuß zur Schule gewandert, eine Stunde, die Pauline abholen. Und weil ich viel zu früh da war, zwei Stunden zu früh da war, weil die Pauline ja im Theater war mit der ganzen Schule, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, bin ich noch einen großen Bogen durch die Stadt gewandert. Gut dass ich mein Skizzenbuch und einen Bleistift dabei hatte. Und immer noch schien die Sonne. Ich weiß nicht, die Welt sieht bei Sonnenschein einfach schöner aus. Und weil man selbst dann, Gott sei Dank, wieder einmal zu dieser Welt gehört, sieht man selber auch schöner aus. Merk dir das, Klaus.

15.12.13

Der Wasserkönig und seine Frau bekommen Besuch vom Nikolaus

Oooh, Geschenke, sagt der Wasserkönig. Ich freue mich so sehr über Geschenke. Obwohl mir eigentlich ja sowie alles gehört, weil ich ja der Wasserkönig bin.
Lieber Wasserkönig, stimmt eben nicht! Pustekuchen! Dir gehört nicht alles, nur das was im, auf oder unter Wasser ist. Sonst wäre es ja total unfair. 

Fröbelsterne

Diesen Fröbelstern habe ich gestern gemacht. Bei You Tube. Is noch nich so ganz richtig, aber ich glaube ohne irgendein Beruhigungsmittel kriege ich das nicht besser hin.

14.12.13

Vor ein paar Tagen

Vor ein paar Tagen habe ich einen Freund in Aachen besucht. Mit dem Zug. Er wollte mich am Bahnsteig abholen, war aber nicht da. Ich bin in die Bahnhofshalle, auf den Bahnhofsvorplatz gegangen, da war er auch nicht. Ich habe bei ihm zu Hause angerufen und seine Frau hat mir seine Handynummer gegeben. Ich ruf ihn auf dem Handy an und als das Freizeichen da war, seh ich ihn auch schon. Er versuchte gerade zu telefonieren, um meine Handynummer raus zu kriegen. Großes Lachen. Damit uns das nicht nochmal passiert, wollten wir unsere Handynummern speichern. Ach du Scheiße, wie macht man das denn? Ruf du mich doch mal an! Ja, und dann? Dann kann ich doch deine Nummer speichern und dann ruf ich dich an und du speicherst meine. Aber, ist denn in so einem Handy nicht irgendwo die eigene Nummer gespeichert. Ja sicher! Wo denn? Weiß ich nicht! Was war das ein Spaß! Was für eine Freude! Und wenn wir die Mailbox anrufen? Die sagt uns doch auch die Nummer. Oder? Wozu brauch ich denn ne Mailbox, bitte schön? Die hab ich gar nicht eingerichtet. Ich habe dann noch gekuckt, ob zufällig ein Kind in der Nähe war, das uns helfen könnte. War nicht. Wie zwei glückliche Idioten sind wir da gestanden und es hat echt gedauert, bis wir das Problem gelöst hatten. 
Ich habe aber auch ein extrem preiswertes Handy, hab ich zu ihm gesagt. 13 Euro. Ich hab mal nen Workshop für Erzieherinnen ausm Kindergarten gemacht, sagt der Künstlerkollege. Skulpturen und Figuren aus Elektronikschrott. Jeder sollte war mitbringen. Das Handy ist übriggeblieben, da hab ich mir das genommen. Ich will damit sagen: Wenn man so einen Freund hat, dann braucht man sich doch vor nix zu fürchten, um  Janosch zu zitieren. 
Bis bald, lieber Pit.

Der Wasserkönig und seine Frau

Der Wasserkönig und seine Frau fahren in ihrem Papierboot über ihr kleines Meer. Sie gehen ganz selten an Land, höchstens mal zum Einkaufen. 
"Auf unserem kleinen Meer sind wir sicher." 
Und auch die Ungeheuer ganz unten im Meer können ihnen nichts tun.
"Weil ich der Wasserkönig bin", sagt der Wasserkönig.

10.12.13

Auf der Suche

Zeichnen, schreiben, Bücher machen, einen Blog schreiben, all das ist suchen: Wie kann ich erzählen? Von was erzählen und wie erzählen? Von mir, vom Wohnen hier in unserem Haus, vom Unterwegssein, vom Träumen und Wünschen? Von der Freude? Herzens- und Lebenslust?  Und dann habe ich erst ein halbwegs stimmiges Gefühl, wenn ich weit weg gehe vom üblichen Bestseller Erzählen, von den schulischen, lehrmeisterhaften Anleitungen wie man denn einen erfolgreichen Text schreibt. Auch die Arbeit mit den Kindern ist so eine Suche und es ist sehr schön zusammen mit den Kindern loszugehen und zu suchen. Ich weiß nicht ob Erwachsene gerne mitkommen würden. Na ja, mal sehen. Und immer mehr merke ich, dass wir eigentlich nix finden, sondern immer nur in die Nähe des Gesuchten kommen, dass wir im Kreis gehen, und ich merke , dass das gut so ist. Und bei dem Gedanken ist mir heute morgen Peter Handke eingefallen, der in einem diesem Bücher hier drüber geschrieben hat, dass er gerne hätte, er könnte ein leeres? ein unbedrucktes? Buch in den Garten legen und die Schneeflocken würden vom Winter erzählen. Und weil mich dieser Gedanke so berührt, wollte ich ihn heute morgen nochmal lesen. Habe ihn aber auf die Schnelle nicht gefunden. Gut so. Also werde ich jetzt beide Bücher von Deckel zu Deckel nochmal lesen. 

9.12.13

KinderBuchKunst

Leporellos falten, Papier aufschneiden, Gedichte, Abzählreime, Schulhofsprüche, lesen, vorlesen, sich selber was ausdenken und aufschreiben und abschreiben, zeichnen und abzeichnen, lachen, erzählen. Heute war nach ein paar trüben Tagen die Sonne wieder da.

8.12.13

Konnte der im Mittelgrund mit seinem dusseligen Kahn nicht ein bisschen weiter nach rechts paddeln?? Na ja, Skizzenbuch.

6.12.13

Fortsetzung lesen lernen

Woran habe ich also gemerkt, dass ein Sturm kommt? Die Vögel im Vogelhaus unseres Nachbarn waren lauter als sonst. In der Luft war ohne richtig viel Wind ein Rauschen. Das war aber dann das übliche Rauschen von der Autobahn, 6 km weit weg. Es war ein anderes Licht, es wurde kälter und aus der Stadt hörte ich viele Krankenwagen fahren. Aber all das habe ich doch nur bemerkt, weil ich wusste, dass ein Sturm kommt. All das hatte sehr wahrscheinlich mit dem Sturm nix zu tun. Erst in der Stadt musste ich gegen den Wind angehen und als wir aus der Schule zu Hause waren, war der Sturm da. Aber kein richtiger Sturm, ein starker Wind wars, war eigentlich ganz schön aus dem Fenster zu kucken. Im Internet habe ich dann die Bilder vom Orkan gesehen.

5.12.13

Weihnachtsgrüße

Nächste Woche, setzen wir uns in die Bibliothek von der Villa Sonnenschein und schreiben auf die Weihnachtskarten was drauf. Liebe Oma, und was wir der Oma noch schreiben könnten. Die Kinder diktieren den Erwachsenen. Jedes Kind bringt ein paar Adressen mit und Briefmarken, Michaela und ich wir bringen Keckse mit, kochen Kakao und steigen die Treppe rauf in diesem schönen alten Haus und unterm Dach ist der gemütlichste Raum der Villa Sonnenschein, die Bibliothek, da sitzen wir dann, erzählen uns was und schreiben Postkarten. Fröhliche Weihnachten! Und am nächsten Tag werfen wir die Karten in einen Briefkasten. Weiß einer wo hier in der Nähe ein Briefkasten ist? Ja, da wo die Eisdiele ist! Aber die Eisdiele hat doch zu! Dann gehen wir zur Post, die ist ganz in der Nähe.

Lesen lernen

Seit Vorgestern weiß ich, dass es heute Mittag einen Sturm geben wird. Aus dem Internet weiß ich das. Online Meldungen. Tolle Sache. Die Leute an der Nordseeküste können sich ein paar Tage darauf vorbereiten. Bei uns wird es wohl nicht so schlimm werden. Aber wenn es das Internet, die Fernsehnachrichten nicht gäbe: Könnte ich dann auch merken, dass ein Sturm kommt? Wann würde ich es merken? Drei Tage im Voraus? Einen Tag? Eine Stunde vorher? Woran könnte ich es merken? Ich habe mir heute Vormittag frei genommen, schaue viel aus dem Fenster , gehe in den Garten, höre, rieche, fühle, wann, woran merke ich, dass der Sturm losgeht? 

3.12.13

Gefundenes, Übriggebliebenes, Reste, Poetisches, Unverständliches, Geheimnissvolles.

Morgen drucken wir nochmal. In der Villa Sonnenschein. Weihnachtspostkarten. Auch in der Montessorischule haben wir Postkarten gedruckt. Ich habe sie nicht gezählt , aber ich schätze mal im Kindergarten und in der Schule haben wir zusammen 250-300 Postkarten gedruckt. Und dann war aber auch noch Zeit für Experimente. Zu wenig Zeit. Oft schenken mir die Kinder solche Extrabilder. Oder sie bleiben liegen. Wem gehört das? Niemand? Dann nehme ich es mit. Das Bild hier oben habe ich heute beim Aufräumen gefunden. Was mir so ein Bild dann für eine Freude macht!