15.3.15

a dry garden, ein getrockneter Garten

Ich habe die Blüten sorgfältig in einzelne Teile zerlegt, um sie später wieder so zusammenzubringen, dass die Blüte, die einzelnen Formen gut zu sehen sind. Gepresst und getrocknet erscheint eine Vielfalt von einzelnen Formen. Entdeckungen: die Farben verändern sich, ich glaube Gelb wird gelber, Rot wird dunkel, zu dunkel bis fast schwarz. In den Blättern ganze Pflanzenwelten zu entdecken. Dazu lese ich immer noch Biologiebücher, wissenschaftliche Texte. Analytisches Wissensinteresse, und dazu taucht immer die Frage auf, wozu will ich das wissen? Was fange ich damit an? Goethe fällt mir schon wieder ein: "Im Übrigen ist mir alles verhasst, was mich bloß belehrt, ohne mein Handeln unmittelbar zu bereichern", so ungefähr hat er es wohl gesagt. Erzählen nicht meine undeutlichen Bleistiftkritzeleien auf DIN A 5 mehr von diesen Blüten, Pflanzen, als ein Herbarium, ein getrockneter Garten? Ergänzt sich beides? Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten, der Versuch klassisches Denken und romantisches Denken zusammen zu bringen,  Pirsig noch mal lesen.

1 Kommentar:

Anette Metzger hat gesagt…

Janwillwm van der Wetering ist auch ein wunderbarer ZEN-Autor - von einsichtsvollen und schrägen Krimis, die in Amsterdam spielen. Lockert den etwas verklemmten Pirsig angenehm auf ;-)