26.5.15

Traum

Ich bekam eine Einladung. Zu einer Party. Von irgendwelchen Leuten, die behaupteten meine Freunde zu sein, die ich aber gar nicht kannte. Ich gehe nicht auf Partys, sagte ich zu mir und verschob die email in den Spam-Ordner. Ich freute mich über mich selbst, dass ich so konsequent und entschieden  bin. Kurz darauf klingelte es an meiner Haustür und als ich öffnete standen da ungefähr 30-40 Leute und eine aufgetakelte Blondine sagte zu mir, wenn du nicht zu uns kommst, dann kommen wir eben zu dir und schon rannten all diese Leute an mir vorbei, durch unser Haus und in den Garten. Jemand hatte einen langen Tisch mitgebracht, Stühle, zu Essen und zu Trinken. Die Party war sofort in vollem Gang. Da rief ich die Polizei an, die kamen auch nach 20 Minuten. Zwei Leute. Die Blondine machte sich  an die beiden ran, brachte ihnen einen Drink und die Polizei feierte fröhlich mit. Ich fing mit jemandem der meine Vergissmeinnicht zertrampelt hatte eine Prügelei an und da wachte ich auf und war froh, dass ich das alles nur geträumt hatte. Ich stand auf, es war absolut still im Haus. Ich suchte meine Frau und meine Kinder, fand sie nicht im ganzen Haus und da beschloß ich schon mal Brötchen holen zu gehen und den Frühstückstisch zu decken. Auf dem Weg zur Bäckerei begegnete mir kein Mensch und es fuhren keine Autos. Auch die Busse, die regelmäßig und pünktlich auf unserer Straße fahren kamen heute nicht. War ich jetzt allein auf Welt? Bloß weil ich  nicht auf Partys gehe? Da wachte ich auf und war froh, dass ich das alles nur geträumt hatte.

25.5.15

People, Animals, hilarious Monsters and Ghosts and lovely Flowers

A few years ago I was once again at the sea, lay on the beach, looking at the sky, the clouds passing by and I started this old children's game: Look, this cloud up there looks like a dinosaur. And that one looks like a beautiful woman. Then I started to draw, paint and make collages. How can I draw as the clouds draw? Free, totally associative, without a narrative context, without censoring me? Not I draw, but the images draw itself, it draws, a great feeling and on the paper emerges a new world.

17.5.15

Gestern. Unterwegs.

Im Garten vor dem Gutshaus, ein großer Quittenbaum. Einmal bin ich im Herbst da vorbeigekommen und die Besitzerin?, Bewohnerin? des Hauses stand am Tor und ich fragte sie, wann die Früchte denn reif wären, aber sie wollte erst wissen, was ich denn damit machen würde und weil ich das Rezept wußte, schenkte sie mir ein paar Quitten die schon reif waren. 
Noch was: Beim Zeichnen, es regnete ein bisschen, hatte ich das Gefühl mit einer Gruppe von Impressionisten unterwegs zu sein.  Komisch, meine Zeichnungen haben doch mit  Impressionismus nix zu tun! Trotzdem war es ein schönes Gefühl mit Sisley und Pissarro unterwegs zu sein und zu zeichnen.

13.5.15

Was ist eigentlich gegen den Ausdruck Bilderbuchwetter zu sagen?

Gestern Abend

Die eigentlichen Aufgaben eines Gärtners wären doch, langsamer zu werden, einfach nur da zu sitzen, den Blumen zuzuschauen, wo kommt ihr denn her, den Wind zu hören und sich über sie Sonne zu freuen.

5.5.15

Beste Freunde

Irgendwelche Leute trugen mich in einer Art Sänfte durch die ganze Stadt. Stundenlang. Ich konnte schon nicht mehr richtig sitzen. Dabei kannte ich die Leute gar nicht. Sie versicherten mir aber immer wieder aufs Neue, meine Freunde zu sein und dass ich ein paar beste Freunde dringend nötig hätte. 
"Ich habe schon genug Freunde", sagte ich zu ihnen. "Und außerdem  komme ich mit meinem Leben prima allein zurecht." 
"Da wo wir dich hinbringen kann man gar nicht genug gute Freunde haben", antworteten  sie und lachten. Als dann die Gänse über uns hinwegflogen, wusste ich, dass mir nichts Gutes bevorstand. 

3.5.15

Noch was von heute

Seit heute Vormittag regnet es. Wunderbar. Ich liebe Regenwetter. Ich habe dann immer gute Laune. Aber heute eben nicht. Das ist ärgerlich! Mist! Was ist los mit mir!? Ich habe doch heute Vormittag wirklich ein paar schöne Sachen gemacht und es regnet wirklich richtig heftig, trotzdem kann ich mich nicht freuen. Dann geh eben raus, vielleicht hilft das! Ja, Pustekuchen. Hilft nicht, die miese Laune bleibt. 
Gestern habe ich im Garten gearbeitet. Was sind die Randbeete breit geworden! Ich habe Trittsteine eingebaut, damit wir zum Pflücken an die Johannisbeeren und die Apfelbeeren kommen. Ich habe unterwegs ein paar alte Ziegelsteine gefunden, die habe ich in meine Fahrradtasche getan. Ich habe also nix geklaut. Die Besitzer dieser Ziegelsteine hatten eindeutig das Eigentumsrecht an diesen Steinen aufgegeben. Ich finde, solche Steine darf man sich nicht kaufen, man muss vorher kucken, ob man nicht welche geschenkt bekommt. Bei meinen KinderBuchKunst AGs mache ich das ja auch so. Ich fahre bei irgendeiner Druckerei vorbei und frage, ob die nicht Papier für mich übrig  haben.  Ja, und heute, wie schon gesagt, bin ich mit meiner miesen Laune bei Regenwetter unterwegs und da denke ich plötzlich: Wenn ich jetzt so einen alten, von mir aus auch halb kaputten Ziegelstein finden würde, so einen mit einen tollen Farbe, dann, ich bin mir sicher, dann hätte ich bessere Laune, dann würde ich mich wieder freuen können. Ich habe gut aufgepasst und nix gefunden, aber, Obacht, jetzt kommt es, ich dachte, wenn ich so Einer bin, der sich über einen halb kaputten gefunden Ziegelstein freuen kann, dann ist das doch schon was!  Dann reicht das doch schon aus um sich zu freuen. Oder? Zu Hause habe ich erst mal meine Jacke und meine Hose in den Trockner getan.

Notizen aus dem Garten

Aufgabe: Ich lerne jeden Tag den Namen einer Pflanze, Blume, die ich nicht kenne. Von unterwegs oder aus dem eigenen Garten.Zeichnen als Forschungsaufgabe.

1.5.15

Überraschung

Im Kindergarten haben wir die ganze Kresse aufgegessen. Das heißt die Keimlinge von einer Kressepflanze haben wir gegessen. Auf Quarkstullen. Und jetzt in unserem Garten, in einem der Töpfe zwischen den Blumen ist die Kresse weiter gewachsen. Stimmt ja! Das ist ja ne richtige Pflanze! 50 cm hoch!