5.7.15

Der Garten als Gärtner oder der Gärtner als Garten?

Vier Tage fast 40 Grad. Heute morgen ein Gewitter. Regen, Wind. Und der Malvenbusch, hundert weiße und lila Blüten, biegt sich fast bis auf die Erde. Nach dem Regen binde ich ihn fest an den Zaun. Aber, werden nicht beim nächsten, noch heftigerem Gewitter, schon für heute Abend ist eins vorhergesagt, die dreijährigen verholzten Triebe abbrechen? Oder dann später bei einem Herbststurm? Ich binde das alte Holz an den Zaun und sehe darunter die neuen, die diesjährigen Triebe. Und mit einmal habe ich ein großes, freudiges Zutrauen, in diese Gartenvorgänge. Es wäre doch schön zu sehen, wie ein Sturm den Busch zurückschneidet, nicht ich muss das machen, der Wind schafft Platz für was Neues, die Pflanzen und Blumen, der Wind und der Regen und die Sonne, die wissen schon wie es geht, und ich bin achtsam dabei, mittendrin, helfe mit, mehr nicht  und immer mehr wird mir das was im Garten passiert zu einem Bild, einem Inbild?, Vorbild?, Nachbild?, das mir was von meinem, unserem Leben erzählt und dann sehe ich auch, wie ich so einen Garten zeichnen muß.

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