5.12.15

Manchmal helfen ja Lieder

Fertig. 220 Postkarten, handgedruckt, Weihnachtskarten für die Montessori Grundchule. Gestern, Kinder die tolle Bilder erfunden haben, aber auch alle Stophen von Schneeflöckchen, Weißröckchen singen konnten. Und dann frage ich mich, nur mich, nicht die Kinder, was das ist, was ich da mache. Ich meine, ich schau ja auch die Nachrichten, was da los ist in der Welt, was berichtet wird, was nicht berichtet wird, wie berichtet wird, und wer genau weiß was zu tun ist, weil er weiß, was richtig und falsch ist und wer es schon immer gewußt hat, und dann die Bilder der Menschen, der Kinder, und ich mache in einer Grundschule ein LiteraturKunstProjekt. Das ist totaler Eskapismus! Weltflucht! Wir verschließen die Augen vor dem was da in der Welt passiert! Oder? Was ihr schreibt, zeichnet bestimmt ihr, habe ich den Kinder gesagt. Zwei Kinder haben Engel, Engel!, gezeichnet, die sich mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft sprengen. Aber dann denke, spüre ich, ich muss  das weitermachen, doch das zählt, gilt, gegen all diesen barbarischen Wahnsinn. Linolschnitte, Farbe ausrollen, kuck mal, andrucken, zeichnen und schreiben. Gestern stand in der Zeitung ein Zitat, ich finde die Zeitung nicht mehr, es war ein Zitat von einem Musiker der Gruppe Pur, der gefragt wurde, was er denn glaube, was der Beitrag der Künstler zu der Flüchtlingskrise sei und er hat geantwortet: "Manchmal helfen ja Lieder." Danke.

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