27.4.16

Tomatenpflanzen und wie das Leben manchmal wieder schön wird.

So groß sind die Tomatenpflanzen jetzt. Vier echte Blätter nach den Keimblättern. Stehen oben im Haus auf der Fensterbank. Und im Kindergarten stehen sie auch. Auch auf der Fensterbank. Ungefähr genauso groß. 
Heute war ich auf dem Markt. Da gibt es Tomatenpflanzen, doppelt, ne dreimal so hoch wie unsere auf den Fensterbänken, sehen auch dicker aus, für, Achtung jetzt kommt es, für 1,50 Euro. Ich meine da lohnt sich doch unsere ganze Mühe nicht! Samen aussuchen, Erde kaufen, Töpfe zusammensuchen, täglich gießen, warten auf die ersten Keimblätter, die Dinger kriegste doch für Einsfünfzig auf dem Markt! Oder noch besser, du kaufst dir direkt fertige Tomaten! Fertig! Ja stimmt. Aber, dann würde man ja ein total langweiliges Leben führen und würde irgendwann sterben, ohne jemals gesehen zu haben, wie aus so einem kleinen Samenkorn und Erde und Wasser und Luft und noch ganz viel mehr eine kleine Pflanze wird, die nach den Eisheiligen nach draußen kommt, da ein wunderbar duftender, dicker Tomatenbusch wird, wie der Strauch anfängt zu blühen und wie aus den Blüten dann Tomaten werden, die man pflücken kann, aus denen man eine Tomatensoße machen kann mit der man dann eine Pizza machen kann, Freunde einladen kann und ein lustiges Leben führt. Um Janosch zu zitieren: Merkt euch das Leute.

P.S. Vielleicht ist diese Begeisterung über das Auflaufen von Tomatenpflanzen und das Blühen von Kartoffeln aber auch nur eine Begeisterung von Intellektuellen, Literaten und Künstler. Ein Bauer würde solche Vorgänge sicher anders sehen. Na gut.

1 Kommentar:

Rob Dunlavey hat gesagt…

Yes!
PS: I love your PS too.