1.5.16

Skizzenbuch

Ich kann ja lange in den Himmel kucken, die Wolken ziehen vorbei und irgendwann sehe ich dann die merkwürdigsten Leute am Himmel. Ich zeichne dann nicht mehr die Wolken, sondern das was ich darin gesehen habe. Wenn man einmal damit anfängt, hört so ein Sehen nicht bei den Wolken auf. Mauern, Bäume, Kaiserschmarren, Gemüsesuppen, Heckenpflanzen sehen plötzlich verzaubert aus. Ich muss mir das dann nicht vornehmen, es passiert ohne mein Dazutun. Manchmal zwanghaft. Und manchmal sehe ich dann Dinge, die eine wirkliche, eine genaue Form haben, die sehe ich dann auch falsch. Und das alles ist eine unendlich schöne, wunderbare Schatzkiste für einen Zeichner und sein Skizzenbuch.

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