8.9.16

Nur Zeichnen

Gestern Abend. Die Sonne. Herbstsonne und Herbstluft. Es riecht wieder wie ich ein Kind war. Friedlich und ruhiger atmen. Dann plötzlich versuchte ich mir vorzustellen, wie sieht der Garten wohl im Winter aus? Im Sommer kann ja jeder den Garten schön finden. Warum gehe ich im Winter nicht so oft in den Garten. Und: wie wäre es, ich würde mir eine Ordnung schaffen und mich überreden, jeden Tag, egal wie das Wetter ist, dort draußen zu sitzen und den Wind, die Vögel, die Wolken, die Sträucher, das was jetzt schon oder noch blüht zu sehen. Die Kirchenglocken  hören. Und dann jeden morgen zeichnen. All das. Nicht gelungene Zeichnungen versuchen. Nur der Versuch, mit dem Zeichnen mehr da zu sein. Sich zu freuen, zum Beispiel über kalte Hände, kalte Füsse und dass da an den Himbeersträuchern immer noch getrocknete Früchte sind. Und verwelkte Blätter. Wie so zeichnen? Ein ungestützter Strich müßte es sein, keine Hilfslinien, keine Fehlermöglichkeit, nur zeichnen. Heute morgen habe ich damit angefangen.

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