26.10.16

Herbstgarten

Neue Farben und neue Formen entstehen im Herbst. Verblüte Samenstände und abgestorbene Stengel und Zweige, neues Unkraut wächst.... wenn man das alles stehen lässt, sein lässt, den Garten nicht aufräumt, wie das überall die professionellen Fachgärtner empfehlen und befehlen, wenn ich mir wünsche, vorstelle, ich gehe auch im Winter da raus und kucke mir das alles an, und zeichne all diese Herrlichkeiten, die verkrümmten, gewellten Blätter, Stengel und wer weiß was das alles ist, was es da zu sehen gibt, ja dann kann man was entdecken.

21.10.16

Pflaumenknödel

Regen, Wind, dunkles Wetter, jetzt fallen die Blätter von den Bäumen. Und kalt war es heute, kalte Finger und Füsse. Wir sind noch mal nach Liedberg gefahren. Da gibt es einen Bauernhofladen, da wollten wir Pflaumen kaufen, im Supermarkt gibt es nur welche aus Nordafrika, Hallo?, ich wollte nämlich Pflaumenknödel machen, Pauline kannte die gar nicht und dann sind wir in dem Hofladen und ich frage die Frau an der Kasse, ob es denn noch Pflaumen gibt und da  muss die Frau laut lachen. Wir haben dann trotzdem Pflaumenknödel gemacht, mit den Supermarktpflaumen aus Nordafrika. Mit Zimt und Zucker und ausgelassener Butter, klassisch eben.

15.10.16

Spätherbst

Mitte Oktober beginnt im phänologischen Kalender der Spätherbst, die Zeit zum letzten mal den Rasen zu mähen, den Rasenmäher zu säubern, Laubkompost zu machen, die Nistkästen zu reinigen und jetzt ist auch die Zeit neue Blumen, Sträucher und Bäume zu pflanzen. Für alle Arbeiten im Garten gibt es eine Zeit. Ich habe den phänologischen Kalender vor ein paar Tagen erst entdeckt und entdeckt, wie oft ich gegen diese Zusammenhänge bisher verstoßen habe und Sommerblumen schon im Februar ausgesät habe, weil es mir nicht schnell genug ging, weil  ich nicht warten wollte. Merkwürdig. Und jetzt lese ich in diesem Kalender und merke, dass mich diese Abhängigkeit nicht etwa einschränkt, bremst oder behindert sondern, dass es gut wäre sich in diesen Abläufen  aufgehoben zu fühlen, einverstanden damit zu sein, dass nicht immer alles sofort zu machen ist. Und dann merke ich, das gilt nicht nur für die Gartenarbeit sondern irgendwie ja auch fürs ganze Leben. Heute regnet es, Pause.

14.10.16

Gänseblümchen und Erdbeeren

Heute morgen ist es mir wieder mal gelungen einfach nur da draußen, im Garten zu sitzen und zuzuschauen, was alles jetzt anders wird, die Farbe und die Form verändert. Und dieses Jahr will ich mir das Datum merken an dem unsere Bäume die Blätter verloren haben. Und ein schöner Wind war heute morgen auch. Und mit all dem konnte ich auch wieder zeichnen, heute morgen.
Beim Aufräumen habe ich hinter den Sträuchern wilde Erdbeerpflanzen gefunden, die wohl nie mehr Früchte tragen werden, aber dann waren sie so schön und ich habe sie in einen großen Topf umgepflanzt und ein paar blühende Gänseblümchen dazugegeben. Ich glaube es sind auch ein paar Vergissmeinnicht dabei, die im nächsten Frühjahr blühen werden. Zeichnen mit Pflanzen!

8.10.16

Skizzenbuch

Das Skizzenbuch hat zu tun mit dem Gartenholzhaus bauen auf der Kinderinsel.Noch ist es ja nicht fertig, Fenster fehlen. Die Arbeit hat uns viel Freude gemacht, manchmal mir mehr als den Kindern, weil manche Arbeiten zu tricky für die Kinder waren. Dürfen wir mit der Stichsäge arbeiten? Nein, zu gefährlich. Mit der dicken Bohrmaschine? Nein zu gefährlich, nur mit dem leichten Akkuschraubbohrer. Dachdecken ging auch nicht. Das hab ich falsch gedacht, ich wollte, dass die Kinder mehr machen als  ich.Wir haben aber Schreinerunterricht gemacht, alle durften in einen dicken Holzbalken Löcher bohren, kleine und große und Schrauben mit dem Akkuschrauber reinbohren , rausbohren, mit dem Zollstock Längen und Breiten messen, aufschreiben, das war schon was. Bretter haben uns gefehlt, wir durften welche kaufen, aber dabei habe ich gemerkt, ich mag nicht mit gekauftem Holz arbeiten. Warum nicht? Weiß ich nicht. Ich mag das Holz nur , wenn ich es gefunden habe, auf einer Baustelle, oder wenn es uns jemand schenkt, weil er es nicht mehr braucht, unterwegs im Auto kuck ich immer, wo ne Baustelle ist, wo was abgerissen wird. Und das hat nicht mit geizig  zu tun, dass mir das Geld fehlt, ne das geschenkte, nicht mehr gebrauchte, gefundene Holz ist immer schöner. Jetzt muss ich Fenster finden.