6.6.17

Ein Tag am Meer

Wir sind für einen Tag ans Meer gefahren. Nach Holland, in die Niederlande. Zweieinhalb Stunden hin, drei Stunden zurück. Ein Teil der Familie liegt dann die ganze Zeit am Strand, in der Sonne, schaut aufs Meer und der andere Teil, das bin ich, geht dann zwischendurch auch mal durchs Dorf und schaut sich die Häuser an. Und immer wieder wenn ich da bin: die Türen. Alte Türen. Jede einzeln gearbeitet. Kunsthandwerk. Eine schwarzgrüne, dunkel glänzende Farbe. Wetterfeste Farbe. Nur einige sind hellblau gestrichen. Wunderbare Verzierungen, Glaseinfassungen. Und dann neben den Türen wachsen Blumen. Wilde Blumen. Meistens Stockrosen, die noch nicht aufgeblüht sind. Und viele blühende Mohnblumen. Wachsen aus den Mauerritzen. Aber nicht ungepflegt, verwildert sieht das aus, sondern jemand der das kann, hat die Blumen, die Pflanzen genau begrenzt, gestaltet, wie einen kleinen Vorgarten. Bisher habe ich so was immer als ungepflegt gesehen, aber jetzt sehe ich, wie schön das sein kann. Merk ich mir mal. Dann bin ich wieder an den Strand gegangen und habe lange aufs Meer geschaut. Irgendwann tauchte am Horizont eine Zweimastbarke auf, ehrlich. Und nicht nur wegen der Zweimastbarke und den Türen im Dorf am Meer war es ein wunderbaren Ferientag. 

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