11.3.18

Der Garten malt mich

Da wächst was. Jetzt schon? Was ist es? Keine Ahnung. Kleine 2 cm Blätter. Doch, es sind Akeleien! Im Herbst habe ich versucht alle Akeleien auszugraben, die wachsen, breiten sich aus, wo auch immer, aber ich wollte da was Schöneres, Ehrenpreis, an diese Stelle haben. Der Ehrenpreis ist nicht zu sehen. Und so war es auch mit den Lichtnelken, die sollten auch weg, weil ich so eine schöne Idee hatte. Jetzt merke ich wie falsch und blöd das ist. Warum lasse ich nicht den Garten machen? Es gibt Blumen, Pflanzen die immer selbstverständlich da sind, wiederkommen, schön aussehen, die hier an dieser Stelle glücklich sind. Warum muss ich mir immer wieder was Besseres ausdenken oder anders gefragt: Könnte ich mal versuchen, ein ganzes Jahr nix zu machen, einfach nur zuzuschauen, was da im Garten passiert? Das ist mir beim Malen heute aufgefallen. Weil bei den Bildern ist es genauso. Die erste Stunde will ich unbedingt eine bestimmte Art von Bildern machen, aber es wird nichts, dann gebe ich meine Absicht auf, oder umgekehrt, meine Absicht gibt mich auf, und dann fängt es an zu malen. Ich stelle mir vor, im Sommer, die Sonne scheint, ein frischer Wind, ich gehe durch den Garten, freue mich über alles und dann gehe ich an den Gartentisch und male den Garten. Ne, umgekehrt , der Garten malt mich.

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