3.6.18

Von Pflanzen und Menschen

Die schwarzen Johannisbeeren sind bald reif. Ich habe den ganzen  Vormittag in unserem Garten gearbeitet, der Hahnenfuß hat alles andere zugewuchert.   
Letzte Woche habe ich mit den Kindern im Kindergarten Unkraut entfernt. Warum machen wir das, haben die Kinder gefragt. Ich habe ihnen erklärt, bei den Pflanzen ist es so wie bei den Menschen. Es gibt welche die sind echte Abenteurerangeber: Ich bin schon mal 14 Tage durch die Wüste gewandert, ohne was zu trinken!, sagt einer. Dat könnt ich nich, sagt ein anderer, aber ich bin schon mal zu Fuß durch die Amazonas Sümpfe gelaufen. 
Und dann gibt es Pflanzen und Menschen, die sind furchtbar scheu: Ich traue mich nur in den Garten, wenn da sonst keiner ist. 
Und dann gibt es wieder andere , die schubsen alle zur Seite: Geh mal weg hier, das ist mein Platz. Den dritten Typ, kannten die meisten Kinder: Ja, genau der August (Name geändert), der macht das immer. Der schubst alle zur Seite. Ja, und so ist das mit dem Unkraut. Das darf man nur lassen, wenn daneben einer wächst, der genauso stark ist. 
Nächste Woche sind wir die ganze Woche im Garten, nur im Garten, das heißt, die Kinder kommen sofort in den Garten und bleiben da bis zum Abholen, das Haus ist bis auf die Toiletten geschlossen, Ferienlager. Vielleicht sind dann ja die Johannisbeeren im Kindergarten auch schon reif. 

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